Challenge accepted! - Zwischen Flexibilität und Beständigkeit

Wenn wir etwas in diesen ereignisreichen letzten Monaten gelernt haben, dann sicherlich, dass nichts so beständig ist wie der Wandel: Wir können uns darauf verlassen, dass Sachverhalte, Erkenntnisse und sogar Verordnungen sich permanent ändern. Das fordert uns dazu auf, flexibel zu bleiben - nicht nur zeitlich und organisatorisch, sondern vor allem auch in unserem Denken und Handeln, in unserer Haltung und in der Art und Weise wie wir mit anderen in Beziehung gehen und Kontakte gestalten.

Doch je mehr Flexibilität gefordert ist, desto deutlicher nehmen wir auch die Schattenseiten dieser wahr: Es fehlt an verlässlichen Strukturen und Beständigkeit, an Eckpfeilern, die das Bedürfnis nach Sicherheit erfüllen.

 

Das Bedürfnis nach Sicherheit ist wohl das wichtigste Grundbedürfnis des Menschen. Ist dieses Bedürfnis länger anhaltend nicht gedeckt, so kann uns das krank machen. Es führt dazu, dass wir Entscheidungen aus der Emotion der Angst heraus treffen und nicht rational denken (können). Wir sind ständig in Alarmbereitschaft und möchten nach Möglichkeit so viel es geht kontrollieren.

Und jetzt kommt die Krux: Umso größer dein Bedürfnis nach Sicherheit ist, umso flexibler musst du sein! Klingt komisch, ist aber so. Denn in einer Welt, in der du das Gefühl hast, dich auf nichts verlassen zu können, ist es wichtig, dass du deine Selbstwirksamkeit spürst: Du brauchst die innere Überzeugung, dass du schwierige Situationen meistern wirst. Und das erfordert oft alternative Handlungsstrategien.

 

Gehörst du zu den Menschen, denen diese Flexibilität und alternatives Denken und Handeln eher leicht fällt? Glückwunsch, denn je flexibler und anpassungsfähiger, man könnte auch sagen, je resilienter du bist, desto wahrscheinlicher wirst du die Herausforderungen deines Alltags meistern und psychisch gesund bleiben.

Bringt dich diese ständige Anpassungserfordernis aber total aus dem Gleichgewicht, du fühlst dich handlungsunfähig und sehnst dich nach verlässlichen Strukturen und sicherem Fahrwasser, dann ist es deine Challenge, deine Selbstwirksamkeit wieder zu spüren!

Hier sind 4 goldWERT-Tipps für dich, wie du deine eigene Selbstwirksamkeit fördern kannst:

 

Fokussier´ dich auf deine Stärken und Erfolge!

Ich bin sicher, du hast in deinem Leben schon die ein oder andere kleine oder auch größere Krise gemeistert. Mach dir nochmal bewusst, was dir dabei geholfen hat, die Krise zu bewältigen. 

 

Umgib die mit Personen, die flexibel und optimistisch sind!

Das Konzept der Selbstwirksamkeit basiert unter anderem auch darauf, dass wir an einem Modell lernen. Menschen, die du für ihren Optimismus und ihre Flexibilität bewunderst, sind daher in dieser Situation ideale Zeitgenossen für dich! Du kannst viel von ihnen lernen.

 

Setz dir konkrete Ziele!

Sei dabei realistisch, aber keinesfalls zu lasch. Schaff dir selbst kleine Herausforderungen. Das Gefühl, diese bewältigt zu haben, stärkt deine Selbstwirksamkeit unheimlich und du kannst daran wachsen.

 

Erlaube dir Flexibilität im Denken und Handeln!

Last but not least, auch wenn es wieder etwas widersprüchlich klingt: Gesteh dir eine gewisse Flexibilität zu. Viele Menschen scheitern an der Bewältigung von herausfordernden Situationen, weil sie Dinge „schon immer so gemacht haben“ und dieses Konzept nun nicht mehr aufgeht. Es ist ok, seine Meinung zu ändern und sein Verhalten anzupassen!

 

Happy challenging! Und vergiss nicht: Du bist goldWERT!

Herzlichst,

Svenja Lotze