Wie es dir gelingt, achtsamer zu leben!

Hand aufs Herz: Wie oft bedankst du dich aufrichtig bei der Verkäuferin für das Rückgeld, schaust jemandem in die Augen und bedankst dich, wenn er dir die Tür aufhält oder bei deiner Trainerin, wenn du dich unter ihrer Anleitung auspowern konntest? Klar, du sagst DANKE. Aber ehrlich und aufrichtig? Oder eher als eine selbstverständliche Floskel für eine selbstverständliche Geste?

 

Erst wenn sich die Dinge plötzlich verändern, merken wir, was eigentlich alles nicht selbstverändlich ist.

Ich finde es zum Beispiel nicht selbstverständlich, wenn mir die Kassiererin nach 6 Stunden Arbeit mit einem Mund-Nasen-Schutz ein Lächeln schenkt, das bis zu ihren Augen reicht, weil ich es sonst gar nicht hätte sehen können. Es ist auch nicht mehr selbstverständlich, dass mir jemand die Tür aufhält. Denn theoretisch kommen wir uns dann zu nah für die aktuelle Situation, wo Abstandhalten das Gebot der Stunde ist! Und es ist auch nicht mehr selbstverständlich, dass mir jemand seinen Einkaufswagen nach dem Einkauf übergibt, für mich etwas vom Boden aufhebt, wenn es mir runtergfallen ist und ich es nicht bemerke und so weiter...

Genau genommen, würden wir alle besser daran tun, nichts als selbstverständlich hinzunehmen. Vermutlich wären wir dann (wieder) achtsamer und dankbarer im Umgang mit uns selbst und mit anderen!

 

Vielleicht wünschst auch du dir deinen Alltag achtsamer zu gestalten & mehr Rücksicht auf deine eigenen Bedürfnisse zu nehmen, statt dich von äußeren Gegebenheiten bestimmen zu lassen, mehr Erholungs- und Ruhephasen einzubauen, um Engergie und Kraft zu tanken?

Achtsamkeit wird immer dann zum Thema, wenn wir uns überfordert fühlen, wenn wir spüren, dass es Zeit für eine Veränderung ist, wenn wir dem Druck und den Belastungen nur noch schwer standhalten können.

Und sie beginnt bei dir selbst! Achtsamkeit kann niemand in deinen Alltag bringen - außer du selbst! Du musst wieder ein Gefühl zu dir entwickeln, in dich hineinspüren, wahrnehmen, was da ist, was sich gut anfühlt & was nicht.

 

Auch mein Gleichgewicht ist in den letzten Wochen ein paar Mal ins Wanken geraten. Die Umstände fordern uns alle in irgendeiner Weise heraus & so musste auch ich umplanen, neu denken & mich - wenn auch nur auf Zeit - von einigen Dingen verabschieden. Doch eines bringt mich immer wieder schnell zurück in meine Balance: Dankbarkeit. Dadurch kann ich meinen Fokus auch in Krisen auf all die Schätze in meinem Leben richten! Dadurch kann ich leichter annehmen, was ist. Dadurch bin ich motiviert, neue Wege einzuschlagen. Dankbarkeit zeigt mir, dass ich viele Herausforderungen schon geschafft habe, dass ich Menschen habe, auf die ich bauen kann, dass es mir gut geht, mein Leben weder schwarz noch weiß ist, sondern unendlich viele bunte Farben hat!

 

Achtsamkeit und Dankbarkeit sind eng miteinander verbunden! Ein kleine Übung aus dem Achtsamkeitstraining, wie auch du deinen Alltag achtsamer gestalten kannst, stelle ich dir hier vor: Leg dir ein Journal oder Notizbuch an. Jeden Morgen nach dem Aufwachen, wenn der Tag noch frisch ist, schreibst du auf, worauf du dich an diesem Tag freust! Und jeden Abend, wenn du zur Ruhe kommst, schreibst du mindestens 3 Dinge auf, für die du an diesem Tag dankbar bist.

Nimm dir jeden Morgen und jeden Abend diese 3 Minuten Zeit für dich selbst! Damit beginnt deine Achtsamkeit im Umgang mit dir! 

Schau dir regelmäßig, aber vor allem dann, wenn du das Gefühl hast, das Gleichgewicht zu verlieren, dein Journal an, blättere in den Seiten, auf denen all die Dinge stehen, für die du in den letzten Tagen, Wochen &  Monaten dankbar warst. Schau dir an, worauf du dich gefreut hast. Es wird deinen Fokus im Alltag ändern!

Und am besten, du beginnst gleich jetzt damit!

Viel Freude dabei!

 

Herzlichst

Svenja Lotze