Was bist du dir selbst WERT?

Ganz ehrlich, wenn dich jemand fragt "Was bist du dir selbst WERT?", hättest du darauf eine Antwort?

Was würdest du sagen?

1 Million €? 

Unbezahlbar?

Geht dich gar nichts an?

 

Weißt du es denn selbst überhaupt? Hast du schon mal ernsthaft drüber nachgedacht, in welchen Größen sich dein Wert überhaupt messen ließe? Woran könntest du deinen Wert festmachen? An deinem Auto, das du fährst? An den Likes auf deinen Social-Media-Accounts? An deinem Kontostand? Oder an den Rückmeldungen, die du von anderen bekommst? An der Größe deines Freundeskreises? Was macht dich aus und was ist dein Wert? 

 

Von klein an ist es eines unserer stärksten Grundbedürfnisse, Anerkennung zu erfahren, um uns ein gutes SelbstWERTgefühl und Selbstbewusstsein aufbauen zu können. Um das Gefühl zu haben "Ich bin ok!", ich gehöre dazu, ich bin nicht allein. Dazu passen wir uns an, halten uns an Regeln und lernen vor allem super schnell zu erspüren, welches Verhalten uns bei dieser oder jener Person zu mehr Anerkennung verhelfen könnte. "Mama mag es, wenn ich den Tisch abräume, Papa freut sich, wenn ich in der Werkstatt helfe...". Wir werden gelobt und trainieren so Verhalten für konkrete Situationen und Personen. Und genau das ist der Haken: Diese Form der Anerkennung von anderen ist vergänglich, weil sie an Situationen gebunden ist. Du bist daher ständig angehalten, dich den Erwartungen der anderen entsprechend zu verhalten, wenn du deinen SelbstWERT über die anerkennende Rückmeldungen von anderen definierst. Dann kann es sein, dass du auch als Erwachsener noch meinst, dass du nur geliebt wirst, ok bist, dazu gehörst, etwas WERT bist, wenn du zum Beispiel versuchst, es allen recht zu machen oder nicht NEIN sagst, obwohl dir schon längst nicht mehr nach JA ist -  beim Chef, bei Freunden, in der eigenen selbst gegründeten Familie... 

 

Der Wunsch nach Bestätigung und Anerkennung um den eigenen WERT zu definieren macht dich abgängig von anderen und kann in dir das Gefühl hervorrufen, dass andere Menschen dein Leben mehr bestimmen, als du selbst, dass du dich verbiegst und immer versuchst es allen recht zu machen, aber du nichts zurück bekommst und dabei selbst kaputt gehst. Das ist übrigens auch das, was Menschen auf dem Sterbebett am meisten bereuen: Viel mehr das Leben der anderen, als ihr eigenes geführt haben und zu wenig für ihre Bedürfnisse und WERTE eingestanden zu haben, weil das Gefühl nach äußerer Anerkennung die SelbstWERTschätzung überlagert hat (zum Weiterlesen: Bronnie Ware "5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen"). 

 

Wahre WERTschätzung beginnt bei dir selbst! Das, was deinen WERT ausmacht, liegt in dir. Mach dir deine Stärken bewusst, mach dir deine Einzigartigkeit bewusst. WERTschätze dich selbst! Verzeih dir Fehler. Werde dir deiner WERTE und Haltungen bewusst. Was zählt für dich in deinem Leben? 

Umso stärker du mit dir selbst verbunden bist, um so mehr du ein Gefühl für dich bekommst und dich authentisch für dich einsetzt, desto mehr wirst du dich selbst anerkennen, weil du für deinen WERT und für deine WERTE einstehst!

 

Wäre es nicht wundervoll, wenn du endlich den Mut hättest und du es dir selbst WERT wärst, das Leben zu leben, was du dir erträumt hast? Wäre es nicht großartige, du könntest dich frei machen von den BeWERTungen der anderen?

Es ist nie zu spät um anzufangen!

 

Herzlichst 

Svenja Lotze