Träumst du noch oder lebst du schon?

Ich hoffe sehr, dass du dir in deinem Leben schon den ein oder anderen Traum erfüllen konntest. Vielleicht der Urlaub an einem für dich interessanten und besonderen Ort... Vielleicht der Fallschirmsprung... Vielleicht arbeitest du inzwischen in deinem Traumberuf... 

 

Träume sind innere Anker, die deinem Leben Orientierung und Sinn geben. Durch die Verwirklichung deiner Träume verwirklichst du dich Stück für Stück selbst. Du kommst dir dabei näher, weil du deinem inneren Kompass folgst, du schöpfst Kraft aus diesen Erfahrungen und gewinnst an Selbstvertrauen. 

 

Doch einen Traum tatsächlich in die Tat umzusetzen ist manchmal einfacher gesagt, als getan. Mal fehlt es am nötigen Kleingeld, ein anderes Mal fehlt der Mut. Manchmal ploppen in unserem Kopf tausend Ausreden auf, warum wir etwas lieber lassen sollten und stattdessen etwas anderes, oder noch schlimmer, besser nichts tun sollten.

Aber wäre es nicht jammerschade, wenn du genau das irgendwann bereust? Deine Chancen nicht genutzt zu haben? Deine Potentiale nicht eingesetzt zu haben? Deine Träume nicht gelebt zu haben? Julia Engelmann hat mal in einem ihrer Poetry Slams gesagt, dass es zu vermeiden ist, am Ende eines Lebens die eigene Lebensgeschichte in einem "traurigen Konjunktiv" zu erzählen: "Hätte ich damals..., würde ich heute..."

 

Was soll auf keinen Fall ein trauriger Konjunktiv deines Lebens sein? 

Was würde dich unfassbar glücklich machen? Was weckt ein Feuer in dir? Was entspricht deiner Leidenschaft? Was wolltest du schon immer mal tun? Was ist dein Lebenstraum?

Was auch immer es ist, ein Buch schreiben, ein Patenkind in Afrika annehmen, endlich wieder reiten gehen... ganz egal was - wichtig ist nur, dass du anfängst, die Verantwortung für dich und dein Leben zu übernehmen, deine inneren Bedürfnisse wahr- und ernst zu nehmen! 

Frag dich daher, was du von heute an jeden Tag dafür tun kannst, deinem Traum einen Schritt näher zu kommen! 

 

Du brauchst sicherlich eine ordentliche Portion Mut dazu, dich an die Umsetzung zu wagen. 

Du brauchst Offenheit, um Chancen zu erkennen und sie zu nutzen und du brauchst das Selbstvertrauen, dir Fehler zu erlauben, damit du aus ihnen lernen kannst.

Und vor allem: Mach dir bewusst, dass es keine Rolle spielt, was andere darüber denken und von deinem Traum halten. Dein Lebenstraum kann für andere selbstverständlich sein, auf andere belanglos wirken, vielleicht sogar vollkommen unsinnig erscheinen. Das ist egal. Es ist dein Traum. 

 

Vielleicht sind manche Träume Schäume...

Vielleicht lässt sich nicht alles in die Realität umsetzen...

Vielleicht wirst du scheitern. Ja, auch das ist möglich.

Dann aber hast du es wenigstens versucht. viel dazu gelernt und vor allem zu dir und deinen Träumen gestanden, statt sie im letzten Kämmerlein einzuschließen und Jahr für Jahr kleiner werden zu lassen, um am Ende deines Lebens in einem traurigen konjunktiv darüber zu berichten, was eigentlich noch alles möglich gewesen wäre, wenn da nicht...

 

Was ist mit dir? Träumst du noch oder lebst du schon?

Einen traumhaften Sonntag!

Svenja Lotze