Wenn du schon denkst, warum dann nicht gleich positiv?

Weißt du, was du den ganzen Tag so denkst? Komische Frage? Eigentlich gar nicht, denn bei 50.000 bis 60.000 Gedanken pro Tag, kann man schon mal das ein oder andere vergessen oder gar nicht erst richtig wahrnehmen.

Einige dieser vielen Gedanken sind neu, weil es Reaktionen auf deine aktuelle Umwelt und deine derzeitigen Erlebnisse sind. Andere Gedanken hingegen wiederholen sich. Und wie das mit Wiederholungen so ist: Was du oft genug in deinem Kopf durchgehst, bleibt hängen! So ist das beim Vokabellernen, aber eben auch mit deinen positiven und negativen Gedanken über dich selbst, über dein Leben, über deine Realität. Du entwickelst verfestigte innere Überzeugungen, sogenannte Glaubenssätze. Und diese Glaubenssätze wirken in deinem Alltag so, wie die Filterfunktion deiner Smartphone-Kamera. Je nachdem, welche Einstellung du wählst - ergo welcher Glaubenssatz dich treibt - desto schöner, strahlender, heller oder aber auch dunkler, trüber, farbloser ist dein Erleben. 

Glaubenssätze schaffen deine Realität., weil sie unterbewusst deine Handlungen leiten. Sie beeinflussen dein Leben also massiv. 

Vielleicht kennst du das Sprichwort, dass deine Gedanken zu deinen Worten, deine Worte zu deinen Handlungen, deine Handlungen zu deinem Charakter und dein Charakter zu deinem Schicksal wird. Da steckt viel Wahrheit drin! Wir tun also gut daran, uns mal ein bisschen näher mit unseren Gedanken & Glaubenssätzen auseinanderzusetzen, wenn wir bewusster Einfluss auf unser vermeintliches Schicksal nehmen wollen.

 

Wie entstehen Glaubenssätze? 

Glaubenssätze sind das Ergebnis deiner Erfahrungen, deiner Umwelt und den Rückmeldungen aus deinem Umfeld. Du übernimmst Überzeugungen von deinen Eltern und Bezugspersonen, orientierst dich an ihnen und lernst Verhalten und Einstellungen. Unterbewusst und bewusst übernimmst du Werte und Einstellungen, du lernst aus den Rollen, die dir zugeschrieben werden und die du bedienst. So ergibt sich ein Bündel von inneren Überzeugungen, die deine Identität erheblich prägen und dein Verhalten leiten. 

Manche dieser inneren Überzeugungen tun uns gut, sie motivieren uns, machen uns Mut, geben uns Kraft, aktivieren uns. Sie geben uns Selbstvertrauen, lassen uns optimistisch und zuversichtlich sein. 

Andere wiederum bremsen uns aus, führen zu Minderwertigkeitsgefühlen, schwächen uns in unserer Selbstbestimmung. 

Hier ein paar Beispiele für negative Glaubenssätze: 

  • Das schaffe ich eh nicht. 
  • Ich werde nie einen Partner finden.
  • Was kann ich in der Welt schon ausrichten. 
  • Ich bin unattraktiv. 
  • Geld macht unglücklich.

Kennst du solche oder ähnliche Gedanken von dir über dich selbst? 

Das größte Problem daran ist, dass wir uns selbst nicht enttäuschen möchten und uns daher in unserem Verhalten, Denken und Wahrnehmen so ausrichten, dass wir diese Glaubenssätze auch noch bestätigen. Psychologen nennen das den "Bestätigungsfehler". 

Wenn du nicht möchtest, dass diese negativen inneren Überzeugung weiter dein Leben bestimmen, wird es Zeit sie zu enttarnen und sie durch positive Glaubenssätze zu ersetzen! Denn die gute Nachricht ist: Was man erlernen kann, kann man auch wieder verlernen! Also, auf geht´s: 

 

1. Enttarnen

Sie sind unterbewusst und hartnäckig, aber du kannst sie enttarnen. 

Das kann dir gelingen, indem du dir Lebensbereiche anschaust, in denen du derzeit unglücklich oder noch nicht an deinem Ziel bist. Du kannst dich dabei am Lebensrad orientieren: Familie/Partnerschaft, Gesundheit, Geld/Finanzen, Job, Hobby, Gesundheit/ Fitness, Spiritualität. 

Überlege dir, welche Überzeugungen dich in den einzelnen Lebensbereichen leiten. Welche Gedanken hast du dazu, dass du in diesem Bereich noch nicht an deinem Ziel bist? Schreib alle Gedanken dazu auf!

 

2. Laut "denken"

Lies dir nun deine Gedanken laut vor. Es wirkt nochmal anders, wenn sie nicht nur in deinem Kopf sind, sondern wenn du deine Gedanken hörst. 

 

3. Woher kommen diese Gedanken?

Wie ist es zu diesen Gedanken gekommen? Hast du diese Gedanken schon mal aus einem anderen Mund gehört? Wie lange hast du diese Gedanken schon?

Lass alles zu, was nun in dir hoch kommt! Wenn es heilen soll, muss es ins Bewusstsein rücken! 

 

4. Realitätscheck

Wenn du deine negativen Glaubenssätze aussprichst, wie hört sich das an? Kann es wirklich sein, was du da erzählst? 

Bisher sind diese Glaubenssätze deine Wahrheit gewesen. Überprüfe sie mit klarem Blick und frag dich, was wäre, wenn es diesen Glaubenssatz nicht geben würde? Wo wärst du dann? Was wäre anders in deinem Leben? 

 

5. Umformulieren

Schreib dir nun zu jedem negativen Glaubenssatz eine positive Neuformulierung auf! So wird aus "Das schaffe ich eh nicht" z.B. "Ich kann alles schaffen, was ich wirklich will." Oder aus "Ich werde nie einen Partner finden" wird z.B. "Ich bin bereit für einen Partner."

 

6. Umlernen

Jetzt müssen diese neuen Formulierungen "nur" noch deine alten Gedanken ablösen. Und dazu musst du sie ständig wiederholen. Kleb dir dazu Zettel mit den neuen Formulierungen in deinen Terminkalender, an den Spiegel, in den Portemonnaie, schreib dir Erinnerungen in dein Handy. Dein Gehirn braucht diese vielen Wiederholungen, bis es verstanden hat, dass es neu denken soll. Die negativen Glaubenssätze haben sich über Jahre eingebrannt, gib nun den neuen Gedanken Raum und eine Chance. 

 

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Neu-Denken, denn wenn du schon denkst, dann ab sofort doch bitte gleich positiv!

Du bist goldWERT!

 

Herzlichst, 

 

Svenja Lotze